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Rote Vitamin-Bombe: Unnützes Wissen über die Erdbeere

  1. Die Deutschen lieben Erdbeeren. Mehr als Birnen und Kirschen. 3,4 Kilo verspeist jeder innerhalb von einem Jahr, das sind etwa 7 Schälchen.
  2. Mit 100 Gramm Erdbeeren pro Tag sind etwa 85 Prozent des Vitamin C Bedarfs gedeckt. Und wer hätte das vermutet? Das ist mehr als man mit Zitronen oder Orangen erreichen kann.
  3. Deutschlandweit werden neben Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in Baden-Württemberg die meisten Freilanderdbeeren angebaut, rund 28.9000 Tonnen.
  4. Die Anbaufläche in ganz Deutschland liegt bei über 15.000 Hektar.
  5. Neben Deutschland gehören auch Polen, Italien und Großbritannien zu den wichtigsten Produzenten.
  6. Die Erdbeere besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Auch eine Wassermelone hat etwas diesen Wert. Viele andere Früchte bestehen aus rund 80 Prozent Flüssigkeit.
  7. Anders als Bananen, Aprikosen oder Pfirsiche reifen Erdbeeren nicht nach. Denn: Es fehlt das Ethylen. Darum kann man Erdbeeren auch problemlos in Papier wickeln, bei vielen anderen Früchten verstärkt das den Reifeprozess. Aber Vorsicht! Nicht zu stark drücken!
  8. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen fördert die Verdauung.
  9. Die Erdbeere ist botanisch gesehen keine Beere, sondern eine Scheinfrucht. Die eigentliche Frucht sind die kleinen gelben Kerne auf der Außenhaut.
  10. Die roten Früchte enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe. Diesen sagt man nach, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Neben den vielen Informationen noch eine Frage: Woran erkennt man, dass Erdbeeren wirklich reif sind?

Bestimmt denken sich viele „was für eine unnötige Frage! – Daran, dass sie rot sind?!“ Aber: Das muss nicht unbedingt stimmen! Nur an der Farbe erkennt man nicht, ob sie tatsächlich süß sind. Sondern: Am Stiel – kein Witz! Reife Erdbeeren haben einen sehr leicht lösbaren Stiel. Je mehr die Erdbeeren gereift sind, desto süßer sind sie und desto weniger fest sitzen die Stile mit Kelchblättern. Muss man jedoch mit einem Messer den Stiel und seine Blätter entfernen, wurde die Erdbeere nicht ganz reif geerntet. Die sind dann meistens nicht so süß, obwohl sie auch rot sind.

Und wen es interessiert, noch ein paar Informationen zur Geschichte der Erdbeere
Bekannt sind die Erdbeeren in Europa etwa seit 1750. Die kleinen Walderdbeeren gab es natürlich schon viel früher. Die Kulturpflanze wie wir sie heute kennen ist allerdings noch nicht so alt, sie entstand damals aus einer Kreuzung. Erdbeeren werden aber im Südwesten von Deutschland erst seit dem Ende der 1960er-Jahre im großen Stil angebaut. Bis Ende der 1990er-Jahren waren es knapp 2000 Hektar, seither nimmt die Fläche in Baden-Württemberg kontinuierlich zu – eine Erfolgsgeschichte. Für alle, die jetzt Lust bekommen haben sei noch angemerkt, dass auch bei K&U die Erdbeersaison begonnen hat. Sechs leckere Erdbeerspezialitäten in jeder K&U Bäckerei.