Die ultimative Picknickliste

Einfach rauspicken was man so braucht…

Es ist knusprig, leicht, fluffig und seeeeehr lang. Es gibt Vermutungen darüber, warum ein Baguette so aussieht. Na, auch schon mal darüber nachgedacht? Ein bisschen ist es scheinbar so, wie bei den berühmten spanischen Teigtaschen namens Empanadas mit der Füllung. Diese Fleisch-Gemüse-Paste sollte keine Sauerei machen, wenn die Bauern sie auf die Felder mitnahmen, daher wurden sie als kleine Teigtaschen verschlossen. Auch das Baguette sollte besser zu transportieren sein, aber nicht von den spanischen Bauern, sondern von den französischen Soldaten während des napoleonischen Kriegs. So wurde ein langes Brot entwickelt, festgesteckt in der Hose, vielleicht sogar direkt neben der Muskete, dem länglichen Gewehr.

Und was machen wir heute mit der Form? Zwar stecken wir die langen Brote nicht mehr in die Hose, aber noch immer ist das Baguette leicht zu transportieren. Auch, weil es nicht so schwer ist und es eignet sich gut, um davon Stücke herunter zu brechen. Es ist also wunderbar geeignet für ein Picknick. Beim Picknicken sollte man aber einiges mehr beachten, als nur das richtige Brot zu kaufen.

Hier ein paar Tipps:

Baguette eignet sich besser als andere Brotsorten für ein Picknick, weil es einerseits knusprig ist und trotzdem nicht zu sehr krümelt. Es passt außerdem gut zu Käse, als Würfel geschnitten, mundfertig und mit Zahnstocher gut zu picken. Dazu nehme man noch einen edlen Tropfen – besser Rot als Weiß, denn den muss man nicht kühlen.

Wer picknicken geht, kann auch ein Salat zubereiten, am besten einen auswählen, der feste Blätter hat, denn die fallen nicht so schnell zusammen. Geeignet sind zum Beispiel Romana, Eisberg und wer mag, Chicorée. Wichtig dabei: Salatsoße erst am Picknickort darüber geben, sonst wird alles matschig! Oder man macht einen Tomatensalat, auch kleine Cocktailtomaten könnte man einpacken, das ist sehr wenig Aufwand.

Wer auf Gemüse Wert legt, dem seien Gurke, Karotten und Paprika empfohlen. In Streifen geschnitten können die auch in Humus gedippt werden, da schmecken sogar Radieschen lecker –  Yummiiii! Verzichten sollte man auf aufgeschnittene Wurst, denn die fängt schnell an zu „schwitzen“. Besser ist luftgetrocknete Salami am Stück, oder Cabanossi.

Dann alles in Tupperware füllen, mit Deckel verschließen und auch Küchenpapier oder Servietten mitnehmen sowie ein Tütchen für den Müll, den man wieder mit nach Hause nimmt. Leichtes Geschirr, Besteck und ein Flaschenöffner. Es gibt auch extra isolierte Picknickdecken und nicht vergessen: ein scharfes Messer. Aber Vorsicht, nicht schneiden! Unser Tipp: vielleicht in ein Küchentuch wickeln und ein kleines leichtes Schneidebrett mitnehmen.

Die regelmäßigen Picknicker haben vermutlich sowieso einen richtigen Picknick-Korb, vielleicht auch ein Picknick-Rucksack. Das Baguette müsst ihr aber vielleicht trotzdem in der Mitte brechen, oder unter den Gürtel klemmen.

Viel Spaß beim Picknicken und Sommer genießen – nicht vergessen: Genug Wasser trinken, eincremen und Sonnenschutz für den Kopf aufsetzen!

Bild (c) Thomas-Suisse, Pixabay.com